Die Schachtfutter der Serie SF.KG ermöglichen den wasserdichten Anschluss von KG-Rohren an Schächte und andere Betonbauwerke. Das Schachtfutter wird in die Betonwand einbetoniert und stellt die Verbindung zwischen dem Bauwerk und der angeschlossenen Freispiegelleitung her. SF.KG Schachtfutter sind im Onlineshop in den Nennweiten DN 110 bis DN 630 erhältlich. Durch die genormten Rohrabmessungen kann unabhängig vom Hersteller jedes passende KG-Rohr der jeweiligen DN angeschlossen werden.
Die Nennweite des Schachtfutters wird entsprechend dem anzuschließenden KG-Rohr gewählt. Bei KG-Rohren wird die Nennweite über den Rohraußendurchmesser angegeben. Für ein KG-Rohr DN 160 wird daher beispielsweise ein Schachtfutter DN 160 verwendet. Durch die genormten Rohrabmessungen passen KG-Rohre unterschiedlicher Hersteller in das Schachtfutter der entsprechenden Nennweite.
Hinweis: Aufgrund der entsprechenden genormten Rohrabmessungen können SF.KG Schachtfutter auch zum Anschluss passender PVC-Rohre verwendet werden.
Die Baulänge des Schachtfutters wird passend zur Wandstärke des Schachtes beziehungsweise Betonbauteils gewählt. Auf der Baustelle wird häufig ein Schachtfutter verwendet, dessen Baulänge der Wandstärke entspricht oder etwas darüber hinausgeht. Dadurch lässt sich das angeschlossene KG-Rohr einfach bis zur gewünschten Position in der Schachtwand oder bis zum Gerinne führen.
Die Baulänge des Schachtfutters muss jedoch nicht zwingend der vollständigen Wandstärke entsprechen. Auch ein kürzeres Schachtfutter kann den Rohranschluss wasserdicht herstellen. Bei Betonfertigteilen werden deshalb häufig kürzere Schachtfutter einbetoniert und der verbleibende Bereich bis zur Schachtinnenwand konstruktiv im Beton ausgeführt.
Für besonders dicke Schachtwände oder spezielle Einbausituationen können SF.KG Schachtfutter aus GFK auf Anfrage auch in individuellen Baulängen gefertigt werden. Anders als die Kunststoff-Schachtfutter mit festen Baulängen lassen sich GFK-Schachtfutter an die benötigte Wandstärke anpassen. Dadurch sind beispielsweise auch Baulängen von 500 mm oder andere Sonderlängen möglich.
Die Kunststoff-Schachtfutter aus Polystyrol (PS) in DN 110 bis DN 500 besitzen keinen festen Rohranschlag. Dadurch kann das KG-Rohr flexibel in das Schachtfutter eingeschoben werden. Es kann beispielsweise bündig mit der Schachtinnenwand enden oder weiter durch die Schachtwand geführt werden. Auch eine vollständige Durchführung des Rohres durch den Schacht ist möglich.
Das Schachtfutter stellt den wasserdichten Rohranschluss an den Schacht her. Je nach Bauart des Schachtes kann das angeschlossene KG-Rohr beispielsweise bündig an der Schachtinnenwand in ein Gerinne münden oder auf einer höheren Anschlussebene in den Schacht geführt werden.
Das Schachtfutter DN 630 aus GFK besitzt dagegen einen festen Rohranschlag. Das KG-Rohr wird bis zu diesem Anschlag eingeschoben. Der Auslauf des Schachtfutters ist dabei auf den Innendurchmesser des angeschlossenen Rohres abgestimmt, sodass ein gleichmäßiger Übergang vom Rohr in den Schacht bzw. Kanal entsteht.
SF.KG Schachtfutter aus GFK sind auf Anfrage auch in weiteren Nennweiten erhältlich.
Die Schachtfutter aus dem Kunststoff Polystyrol (PS) besitzen auf der Außenseite mehrere umlaufende Lamellen. Diese vergrößern die Kontaktfläche zum Beton und sorgen für eine feste mechanische Verbindung zwischen Schachtfutter und Betonbauteil. Gleichzeitig wirken die Lamellen als Wassersperre: Durch die mehrfach unterbrochene und verlängerte Wegstrecke wird das Eindringen von Wasser zwischen Beton und Schachtfutter verhindert.
Bei Schachtfuttern aus GFK wird die Verbindung zum Beton auf andere Weise hergestellt. Ihre Außenfläche wird besandet beziehungsweise mit einem feinen Kunststoffgranulat beschichtet. Dadurch entsteht eine raue Oberfläche mit großer Kontaktfläche, die sich beim Einbetonieren fest mit dem Beton verbindet und so ebenfalls einen wasserdichten Übergang zwischen Schachtfutter und Bauwerk ermöglicht.
Die passende Dichtung ist bei allen SF.KG Schachtfuttern im Lieferumfang enthalten. Sie wird bewusst lose mitgeliefert und erst nach dem Einbetonieren des Schachtfutters eingesetzt. Dadurch wird verhindert, dass die Dichtung während der Betonarbeiten durch Beton oder andere Verschmutzungen verunreinigt wird.
Bei den Schachtfuttern aus Polystyrol (PS) wird der mitgelieferte Lippendichtring in eine umlaufende Vertiefung in der Mitte des Schachtfutters eingesetzt. Beim Einschieben des KG-Rohres dichtet der Lippendichtring zwischen der Außenfläche des Rohres und der Innenwand des Schachtfutters ab.
Bei den GFK-Schachtfuttern wird die mitgelieferte Keildichtung am Ende des Einführschaftes eingesetzt. Das KG-Rohr wird durch die Keildichtung geschoben und anschließend bis zum festen Rohranschlag des Schachtfutters eingeschoben. Die Keildichtung dichtet dabei zwischen der Außenfläche des KG-Rohres und dem Schachtfutter ab.
Zum leichteren Einschieben des KG-Rohres wird die Verwendung eines geeigneten Gleitmittels für Kunststoffrohre empfohlen.
Schächte, Abwasserleitungen und ihre Rohranschlüsse müssen dauerhaft dicht ausgeführt werden. Die DIN EN 1610 regelt den Einbau und die Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen und berücksichtigt dabei auch Schächte sowie die Anschlüsse an Schächte. In Deutschland wird die DIN EN 1610 durch das Arbeitsblatt DWA-A 139 ergänzt.
SF.KG Schachtfutter sind für die Herstellung eines wasserdichten Anschlusses von KG-Rohren an Betonbauwerke ausgelegt. Die auf Rohr und Schachtfutter abgestimmte Dichtung dichtet den Übergang zwischen KG-Rohr und Schachtfutter ab. Die Lamellen der Kunststoff-Schachtfutter beziehungsweise die besandete Oberfläche der GFK-Schachtfutter stellen den wasserdichten Übergang zum Beton her. Damit ist der Rohranschluss für Schacht- und Kanalsysteme ausgelegt, deren Dichtheit nach DIN EN 1610 geprüft wird.
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung