Steinzeug-Viertelschalen werden zur gezielten Auskleidung der Sohle von Betongerinnen eingesetzt. Das Gerinne selbst wird dabei überwiegend aus Beton hergestellt. Die Viertelschale bildet im unteren, besonders beanspruchten und dauerhaft wasserführenden Bereich eine widerstandsfähige Oberfläche aus Steinzeug.
Typische Einsatzbereiche sind längere Betongerinne, die nach ihrer Herstellung oder im Zuge einer Sanierung nachträglich vor Ort mit Steinzeug ausgekleidet werden. Dabei muss nicht der gesamte Gerinnequerschnitt mit keramischem Material versehen werden. Stattdessen wird Steinzeug gezielt in der besonders beanspruchten Gerinnesohle eingesetzt.
Viertelschalen gehören zur Gruppe der Sohlschalen und erfüllen grundsätzlich denselben Einsatzzweck wie Drittelschalen. Die Viertelschale deckt dabei einen kleineren Bereich des Gerinnequerschnitts ab, sodass für die Auskleidung der Gerinnesohle weniger keramisches Material benötigt wird.
Die Sohle bildet den tiefsten Bereich des Gerinnes und führt das Abwasser dauerhaft durch das Bauwerk. Gerade hier wirken fließendes Abwasser, mitgeführte Feststoffe und weitere mechanische Belastungen unmittelbar auf die Oberfläche ein. Bei ausschließlich aus Beton hergestellten Gerinnen kann dies über lange Nutzungszeiträume zu erhöhtem Verschleiß im Sohlenbereich führen.
Die glasierte Innenseite der Steinzeug-Viertelschale bildet eine glatte und abriebfeste wasserführende Oberfläche mit geringem Strömungswiderstand. Steinzeug ist zudem korrosionsbeständig und besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber vielen im Abwasser auftretenden chemischen Belastungen.
Die unglasierte Außenseite der Viertelschale ermöglicht die Einbindung in den umgebenden Gerinneaufbau. Auf diese Weise wird Steinzeug gezielt dort eingesetzt, wo die Beanspruchung besonders hoch ist, während die Gerinnewangen und der übrige Gerinnequerschnitt weiterhin aus Beton bestehen.
Viertelschalen werden insbesondere bei vor Ort hergestellten Betongerinnen eingesetzt, deren Sohle nachträglich mit einer widerstandsfähigen Steinzeugoberfläche versehen werden soll. Mehrere Viertelschalen werden dabei hintereinander entlang des Gerinneverlaufs verlegt und in den vorbereiteten Gerinneaufbau eingebunden.
Diese Bauweise eignet sich sowohl für neu hergestellte Gerinne als auch für Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten. Bei bestehenden Bauwerken kann eine verschlissene oder beschädigte Gerinnesohle entsprechend vorbereitet und anschließend mit Steinzeug-Viertelschalen neu ausgekleidet werden.
Da lediglich die Sohle mit Steinzeug ausgekleidet wird, bleiben die seitlichen Gerinnewangen aus Beton erhalten. So entsteht eine Kombination aus einem massiven Betongerinne und einer widerstandsfähigen keramischen Oberfläche im am stärksten beanspruchten Bereich.
Die Steinzeug-Viertelschalen haben eine Baulänge von 495 mm und sind in verschiedenen Nennweiten erhältlich. Durch das Aneinandersetzen mehrerer Elemente können Gerinne unterschiedlicher Länge ausgekleidet werden.
Die passende Nennweite kann direkt über die Variantenauswahl gewählt werden. Weitere technische Angaben zur jeweiligen Viertelschale finden Sie bei der ausgewählten Produktvariante.
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