GFK-Rohre, deren Rohrabmessungen der DIN EN ISO 23856, DIN EN 14364 oder DIN 19565-1 entsprechen, können mit dem Schachtfutter der jeweils passenden Nennweite angeschlossen werden. Die Schachtfutter sind damit für die gängigen genormten GFK-Rohrabmessungen verschiedener Hersteller geeignet, beispielsweise für GFK-Rohre von Hobas/Amiblu.
Für die Auswahl genügt bei diesen Rohrsystemen in der Regel die entsprechende Nennweite. Die genauen Anschluss- und Rohrmaße der jeweiligen Ausführung sind zusätzlich in den technischen Daten des entsprechenden Schachtfutters angegeben.
Die Schachtfutter für GFK-Rohre sind je nach Nennweite in unterschiedlichen Baulängen und Bauformen erhältlich. Für DN 150, DN 200, DN 250, DN 300 und DN 400 steht eine besonders kurze Ausführung mit 110 mm Baulänge aus Kunststoff zur Verfügung. Diese Schachtfutter besitzen keinen festen Rohranschlag und werden mit einer Keildichtung geliefert.
Für alle angebotenen Nennweiten von DN 150 bis DN 1200 sind Schachtfutter aus besandetem GFK in den Standard-Baulängen 150 mm und 200 mm erhältlich. Diese Ausführungen besitzen einen festen Rohranschlag. Das GFK-Rohr wird mit der eingesetzten Keildichtung bis zu diesem Anschlag in das Schachtfutter eingeschoben.
Die Auswahl der Baulänge richtet sich nach der Wandstärke des Schachtes beziehungsweise der jeweiligen Einbausituation. Die kurze Kunststoffausführung bietet sich insbesondere dort an, wo eine geringe Baulänge ausreichend ist. Mit den GFK-Ausführungen stehen längere Schachtfutter mit definiertem Rohranschlag zur Verfügung.
GFK-Schachtfutter können auf Anfrage auch in individuellen Baulängen gefertigt werden. Dadurch lassen sich die Schachtfutter an größere Wandstärken oder besondere Einbausituationen anpassen. Neben den Standard-Baulängen 150 und 200 mm sind beispielsweise auch Baulängen von 250, 300, 400 oder 500 mm sowie weitere Sonderlängen möglich.
Der wasserdichte Anschluss des GFK-Rohres erfolgt über eine Keildichtung, die passend zum jeweiligen Rohrdurchmesser ausgelegt ist. Die Dichtung wird bei allen Ausführungen lose mit dem Schachtfutter geliefert und erst nach dem Einbetonieren eingesetzt. Dadurch wird verhindert, dass die Dichtung während der Betonarbeiten verschmutzt oder mit Betonresten verunreinigt wird.
Beim Einschieben des GFK-Rohres wird die Keildichtung zwischen der glatten Rohraußenfläche und dem Schachtfutter verpresst. Durch ihre vergleichsweise große Bauform kann die Keildichtung die zulässigen Maßtoleranzen des Rohraußendurchmessers ausgleichen und gleichzeitig eine gelenkige Verbindung zwischen Rohr und Schachtbauwerk ermöglichen.
Bei den GFK-Schachtfuttern mit Rohranschlag wird das Rohr bis zum festen Anschlag eingeschoben. Bei der 110 mm kurzen Kunststoffausführung ohne Rohranschlag kann das Rohr dagegen entsprechend der Einbausituation weiter durch das Schachtfutter geführt werden.
GFK-Rohre sind Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Durch den Verbund aus Kunststoff und Glasfasern entstehen formstabile und belastbare Rohrsysteme, die unter anderem im Kanalbau, bei Entwässerungsleitungen und in weiteren Rohrleitungsanlagen eingesetzt werden.
Ein bekannter Hersteller solcher Rohrsysteme ist Hobas beziehungsweise Amiblu. Das Hobas-Programm umfasst GFK-Rohre in zahlreichen Nennweiten und unterschiedlichen Steifigkeitsklassen. Für den Anschluss an ein Schachtbauwerk ist insbesondere der definierte Rohraußendurchmesser wichtig, auf den Schachtfutter und Keildichtung abgestimmt sind.
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